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Donnerstag, 01. September 2016

Modellprojekt "Schwangerschaft und Flucht" startet zum 01.09.16 in Bamberg

Am: 01.09.16

Wo: DONUM VITAE Bamberg
Wann: ab 01.09.2016
Art: Beratung und Begleitung für schwangere Flüchtlinge und ihre Familien

Daniela Isljami Mitarbeiterin Projekt "Schwangerschaft und Flucht"

Viele junge Frauen sind als Flüchtlinge in den letzten Monaten nach Deutschland gekommen, um hier Schutz zu suchen. Sie sind zum Teil mit Kleinkindern unterwegs. Unter diesen Frauen sind viele, die auf der Flucht oder nach ihrer Ankunft hier in Deutschland schwanger geworden sind: In manchen Erstaufnahmeeinrichtungen ist - lt. Aussage von Beraterinnen - derzeit jede dritte Frau schwanger.
In intensiven Gesprächen mit Politik und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat der donum vitae Bundesverband nach Möglichkeiuten gesucht, wie wir dieser Situation begegnen können. Rückwirkend zum 01. Mai bewilligte das Bundesministerium das bundesweite Projekt " Schwangerschaft und Flucht". Das Projekt wird zentral von der Bundesgeschäftsstelle in Bonn gesteuert und koordiniert.

Kernpunkt des Projektes ist die aufsuchende Beratung: Passgenaue Angebote für schwangere, geflüchtete Frauen zu entwickeln und bereitzustellen, wird in den kommenden drei Jahren eine der zentralen Aufgaben des Bundesverbandes donum vitae sein, der an über 210 Orten bundesweit in der Schwangerenkonfliktberatung tätig ist. Seit Flüchtlinge bei uns in größerer Zahl ankommen, engagieren sich ehrenamtliche Vorstände und hauptamtliche Beraterinnen an Orten, wo Flüchtlinge eintreffen und leben; sie unterstützen und beraten. Dies geschieht in dem Wissen, dass diese Frauen (und ihre Familien) aus anderen Kulturkreisen und Rechtssystemen stammen.

Bundesweit wird an bis zu 30 Standorten eine solche aufsuchende Beratung aufgebaut. Die Beraterinnen werden nach entsprechender Schulung und Fortbildung schwangere Frauen in Flüchtlingsunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtugenen betreuen und begleiten. Neben lebenspraktischen Fragen zu Geburtsmöglichkeiten und finanzieller Unterstützung geht es in den Beratungsgesprächen angesichts der häufig traumatisierenden Erfahrungen der Frauen zudem verstärkt um psychosoziale Beratung. Diese Beratung wird flankiert u.a. von dem Aufbau eines Netzwerks, um den gesetzlich vorgesehenen Schutz des ungeborenen Lebens zu verwirklichen und die wirksamen Angebote der deutschen Schwangerschaftsberatung im Sinne  der §§ 2, 5 und 6 SchKG für die Zielgruppe der Flüchtlinge umzusetzen. Die Arbeit vor Ort soll unterstützt werden durch Dolmetscherinnen, die für diese besonderen Aufgaben qualifiziert werden. Dazu werden auch fremdsprachige Infomaterialien entwickelt.